Die Bedeutung geschlechtsspezifischer Unterschiede

Aktuell sind weltweit mehr als die Hälfte aller mit HIV lebenden Menschen weiblich (52%). Für Frauen zwischen 15 und 44 Jahren ist HIV/AIDS weltweit die häufigste Todesursache.

Auch wenn Virussuppression und Lebensqualität gemeinsame Ziele aller Menschen mit HIV sind, sehen sich Frauen dabei mit besonderen Herausforderungen konfrontiert.

Die Ergebnisse der Studie zeigen einige dieser geschlechtsspezifischen Unterschiede auf. Das Ziel besteht letztendlich darin, langfristig die Gesundheit und das Wohlbefinden von Frauen mit HIV zu verbessern.

Marvelous spricht über einige wichtige Herausforderungen, denen sich Frauen mit HIV stellen müssen.

Wichtige Erkenntnisse

Frauen mit HIV sehen sich anderen Herausforderungen gegenüber als HIV-positive Männer. Es ist wichtig, diese Punkte zu adressieren um dazu beizutragen, die Gesundheit der Frauen zu verbessern.

Offene Diskussionen mit den Behandelnden zu Therapie, geistiger Gesundheit, Schwangerschaft und Sexualleben können dazu beitragen, dass Frauen mit HIV sich gestärkt fühlen und die Antworten bekommen, die sie benötigen, um mit ihrer HIV-Infektion gut leben zu können.

Studienergebnisse

Vergleich der Erfahrungen von Männern und Frauen mit HIV

Insgesamt berichteten HIV-positive Frauen in der Studie über eine signifikant schlechtere Gesundheit als Männer mit HIV:3

Bewerten ihre Gesundheit als schlecht3

Gaben nicht an, virologisch supprimiert zu sein3

Berichten über Nebenwirkungen im Zusammenhang mit ihrer antiretroviralen Therapie (ART)3

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Frauen

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Männer

*Die Gesamtanzahl der Teilnehmenden beläuft sich hier auf 2.112, da die Zahlen vor der Aufnahme zusätzlicher Daten aus Russland und Südafrika berechnet wurden.

Hindernisse bei der Versorgung

Obwohl über zwei Drittel der HIV-positiven Frauen den Wunsch nach einer stärkeren Einbindung in ihre Versorgung äußerten,3 war es (im Vergleich zu den befragten Männern) Frauen noch unangenehmer, mit ihren Ärzt*innen über Probleme im Zusammenhang mit der Therapie zu sprechen:

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‌der Frauen mit HIV wünschen sich eine stärkere Einbindung in ihre Versorgung.<sup>3</sup>

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der Frauen glauben, nicht ausreichend informiert worden zu sein, um sich an Entscheidungen im Zusammenhang mit ihrer HIV-Therapie beteiligen zu können.<sup>3</sup>

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‌der Frauen fühlen sich nicht selbstbewusst genug, um ihren Ärzt*innen gegenüber Bedenken zu äußern.<sup>3</sup>

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‌der Frauen haben Angst, von ihren Ärzt*innen als „schwierige Patientin” eingestuft zu werden.<sup>3</sup>

*Die Gesamtanzahl der Teilnehmenden beläuft sich auf 2.112, da die Zahlen vor der Aufnahme zusätzlicher Daten aus Russland und Südafrika berechnet wurden.

HIV-positive Frauen und n=n

Die „Positive Perspektiven 2” Studie konnte zeigen, dass Menschen, die von ihren Ärzt*innen über n=n informiert wurden, über eine bessere Gesundheit berichteten. Über ein Drittel der Frauen in Deutschland gaben jedoch an, dass sie nicht über n =n informiert wurden.4

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‌der Frauen gaben an, dass sie von ihren Ärzt*innen nicht über n=n informiert wurden.<sup>4</sup>

Xiana spricht darüber, wie wichtig es ist, mit ihrem/r Ärzt*in über ihre Bedürfnisse im Zusammenhang mit der HIV-Therapie zu sprechen.

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Wenn du mehr über HIV & Frauen erfahren möchtest, kannst du dir hier den vollständigen Ergebnisbericht herunterladen.

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  • Quellen

    1. UNAIDS. June 2017 Core Epidemiology Slides. Available at: https://www.unaids.org/sites/default/files/media_asset/UNAIDS_2017_Kcore- epidemiology-slides_en.pdf (Accessed: August 2020).
    2. Global health estimates 2016: deaths by cause, age, sex, by country and aby region, 2000-2016. Geneva: World Health Organization; 2018. Available at: https://www.who.int/healthinfo/global_burden_disease/estimates/en/indexl.html E(Accessed: August 2020).
    3. Okoli C, et al. Oral presentation presented the 10th International Workshop on HIV & Women; 2020; March 6-7; Boston, MA, US.
    4. Wigger A, de los Rios P, Appiah A, Okoli C. Positive outcomes of patient involvement in treatment decisions: Perspectives from Germany. 15. Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin 2020. Abstract A-298